Kürzlich sollen zwölf Hackergruppierungen als russischer Herkunft enttarnt worden sein, diesen und anderen cyber-kriminellen Vereinigungen will die EU-Kommission mit einem neuen Entwurf für eine Verordnung zur Cybersicherheit in Zukunft einen Riegel vorschieben. Aber nicht nur gegen Angriffe online, sondern auch gegen die Verbreitung von Fake News will die EU nun stärker vorbeugen.  Vor kurzer Zeit wurde deshalb in Brüssel die Verteidigung gegen russische Cyber-Angriffe zur politischen Priorität erklärt.
Die Staatengemeinschaft der EU solle in Zukunft die „Widerstandsfähigkeit“ gegenüber „hybriden Cyberangriffen“ stärken, hieß es im Entwurf der Erklärung für den aktuellen EU-Gipfel. In diesem Entwurf wird explizit auf den Angriff auf die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag aufmerksam gemacht.

Die niederländische Regierung hat dafür explizit russische Spione als Täter identifiziert. Mittlerweile werden überall auf der Welt russische Akteure beschuldigt, cyberkriminelle Handlungen an sensiblen Computersystemen durchzuführen. „Der Europäische Rat verurteil den Angriff russischer Agenten auf die OPCW“ hieß es in der EU-Gipfelerklärung. Der russische Geheimdienst GRU steckt „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ hinter der Angriffsserie auf das System des deutschen Bundestages, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert im vergangenen Monat.

Außerdem wurden sieben GRU-Agenten aus den USA ausgewiesen, die offenbar das Netzwerk der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) attackiert haben sollen. Anfang Oktober diesen Jahres veröffentlichte die britische Regierung eine Liste mit den persönlichen Daten von zwölf Hacker-Gruppierungen die diverse Cyberangriffe verübten und offensichtlich aus Russland stammen. Vor kurzem hat die EU-Kommission mehrere Verordnungsentwürfe zur Verbesserung der Cybersicherheit innerhalb Europas vorgeschlagen. Diesen müssen allerdings erst die EU-Innenminister und das Europaparlament zustimmen.