Aus aktuellen Erkenntnissen geht hervor, dass Cyber-Kriminelle vor allen Dingen von Erpresser-Software auf gewinnbringendere Angriffsformen umzusteigen scheinen. Sogenannte Ransomeware nimmt zusehends ab, während andere Aktivitäten wie das illegale Krypto-Mining rasant zunehmen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI, teilte diese Informationen kürzlich in seinem jährlichen Informationsbericht.

Krypto-Mining

Beim Krypto-Mining verschaffen sich Kriminelle mittels Schadsoftware Zugriff auf Computer und andere Endgeräte und nutzen diese Kapazität, um auf digitale Krypto-Währungen wie zum Beispiel Bitcoin zuzugreifen. Das kann für die tatsächlichen Eigentümer der Endgeräte hohe Stromkosten mit sich bringen, da die Hacker ihr Gerät kontinuierlich nutzen und dabei einen erheblichen Energiebedarf aufweisen.

Ransomware

Unter Ransomware versteht man Angriffe mit Schadsoftware, die die Sperrung von Dateien, Ordnern oder ganzen Rechenzentren bewirken. Kriminelle Hacker fordern von den Betroffenen dann hohe Lösegelder für die Freischaltung der betroffenen Daten. Ein Beispiel dafür sind zum Beispiel die Angriffe, die im Mai letzten Jahres im Rahmen der WannaCry-Attacke stattfand: Hier wurden mehr als 300.000 Computer in mehr als aus 150 Ländern infiziert. Betroffen waren unter anderem die Deutsche Bahn und britische Krankenhäuser.
Zusätzlich musste das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik einen Anstieg der Schadprogramme verzeichnen, die sich derzeit im Umlauf befinden.  Im Vergleich zum letzten Jahr stieg die Anzahl von rund 600 auf mehr als 800 Millionen. Das sind beunruhigende Zahlen, zumal der veröffentlichte Bericht nur den Zeitraum bis zum 31. Mai 2018 abdeckt.
Angriffsziele entstehen vor allem durch die zunehmende Vernetzung von Gegenständen im Rahmen von Smart Home Lösungen.  Hier werden zum Beispiel Heizungen, Fenstergriffe, Stromzähler oder auch medizinische Geräte teil eines Systems. Gerade bei medizinischen Gerätschaften wird häufig auf empfindliche Sicherheitsvorkehrungen verzichtet, da Ärtzen und Notfallhelfern ein schneller Zugang gewährleistet werden soll. Angesichts der aktuellen Gefährdungslage lohnt es sich jedoch mit Sicherheit, dieses Konzept zu überdenken.